Shiatsu & Coaching | Adrienne Rall
Der Regisseur in meinem Leben bin ICH.

Coaching

Auf dieser Seite schreibe ich zum einen über verschiedene Themen wie Angst, Widerstand, usw., um Ihnen Impulse und Anregungen zu geben. Zum anderen zeige ich Lösungsansätze auf, die ich situationsbezogen in meinen Coachingstunden anwende. Eine grosse Anzahl von Techniken können Sie aber auch individuell und alleine ausprobieren. Gedichte, Lebensweisheiten und Geschichten, die ich zitiere, sollen auf einfache Weise veranschaulichen, wie wir Menschen im Grunde funktionieren.


Mit welchem Ansatz arbeite ich im Coaching?

Manchmal fühlt sich ein Mensch blockiert, seinen eigenen Weg zu gehen und seine Individualität zu leben. Das eigene Potential hält in Körper, Geist und Seele einen „Winterschlaf“.

Meine Arbeit

Grosse Erfolge für Veränderungen finden statt, wenn wir uns entspannen und uns entweder in einem meditativen bzw. hypnotischen Zustand befinden - in der Fachsprache nennen wir das Theta-Zustand oder Delta Zustand, Im Theta Zustand erreichen wir das Unterbewusstsein, zu welchem wir im Alltagsbewusstsein (Beta-Zustand) nur schwer Zugang haben. Dort ist der Ansatz für nachhaltige Veränderung. Dort ist es uns möglich, aus dem Herzen heraus zu agieren, weil wir den Kopf und die Gedanken ausstellen können.

Ich lasse die systemische Sichtweise einfliessen, da diese zusätzlich Lösungs-Perspektiven eröffnet, sowohl auf Ebene der inneren Teile des Patienten als auch im Familiensystem, im Team oder der Organisation.

Punktuell arbeite ich mit der EFT Methode. Dies ist eine Methode zur Auflösung energetischer Blockaden und Glaubenssätze. Durch leichtes Klopfen der Akupunkturpunkte auf den Meridianen und gleichzeitiger positiver Umformulierung der eigenen Glaubenssätze werden negative Emotionen oder destruktives Verhalten abgelegt. Positive Ergebnisse stellen sich sofort ein und sind dauerhaft. Es gibt zahlreiche andere Methoden, die eine ähnliche Wirkung haben - Ich vergebe / Tipping-Methode (Colin C. Tipping) - Ich stehe nicht mehr zur Verfügung (Olaf Jacobsen) - Ho’oponopono (hawaiianisches Ritual) - Logosynthese (Willem Lammers), die auch zum Zuge kommen.

 

Ablauf einer Coaching-Stunde in der Praxis

In jeder Sitzung wird mit einem Thema des Patienten gearbeitet. Der Patient formuliert sein Anliegen und dieses wird in der Sitzung angeschaut.  Wir erarbeiten Schritt für Schritt Ihren Tagesplan, der zum Erfolg führt, und Sie sich das Leben erschaffen, welches Sie leben möchten. Sie werden ermutigt, tägliche Übungen durchzuführen - Meditationen, Atemübungen, Bewegung, .... Dafür lernen Sie in einem ersten Schritt, sich Ihren eigenen Raum im Alltag zu geben.

Eine Coachingstunde dauert ca. 90 Minuten. Die Dauer und Intervalle einer Therapie unterscheiden sich je nach Anliegen und individuellen Wünschen. Ein wöchentliches follow up hat sich bewährt, welches durchaus per Skype zwischen 15 - 30 Minuten erfolgen kann.


Ziel einer Coaching-Stunde

Standortbestimmung
Innere Ordnung schaffen
Persönliche Ziele definieren und erreichen
Ü50-Werte hervorheben und nutzen
Ressourcen aktivieren
Blockaden erkennen und lösen
Glaubensätze verändern
Nachhaltige Veränderungen erarbeiten


Lebensweisheit von Charles Chaplin: Als ich mich selbst zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiss ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiss ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiss ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiss ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!

Charles Chaplin, 16.April 1959


 

Online -Therapien - kann das helfen?

Coaching ohne Therapeut kann nicht helfen! Oder vielleicht doch? Das Angebot von Online-Therapien boomt und sind als Ergänzung unterdessen unverzichtbar. Therapeuten und Coaches aus Fleisch und Blut werden deswegen nicht überflüssig. Am vielversprechendsten sind Kombinationen aus virtueller und realer Hilfe. Gerne bespreche ich mit Ihnen welche Online-Programme für den Einstieg für Ihren Prozess passend sind.

Wer kann eine Online Therapie machen?
Im Grundsatz alle Personen, die sich weiterentwickeln möchten oder zu einem bestimmten Thema eine Antwort suchen. Mit Online-Therapien werden unter anderem auch Menschen erreicht, die sich mit dem Gang zur Therapie schwer tun, aus falschem Scham sich helfen zu lassen.

Was spricht für eine Online-Therapie?
Online-Angebot entsprechen ganz unserem Zeitgeist von Transformation, Digitalisierung und Social Medias. Online-Angebote erhalten konkrete Tipps, die ihnen zum Beispiel dabei helfen, ihr Verhalten zu ändern und negative Gedanken umzupol en.Viele Online-Programme laden etwa dazu ein, periodisch Tagebuch oder Briefe zu schreiben, die der Therapeut, dann liest und als Grundlage für seine Therapie nutzt.

Was machte eine Online Therapie erfolgreich?
Wer dranbleibt und Durchhaltevermögen beweist hat gute Chancen zu profitieren und erfolgreiche Resultate zu erreichen.

 

Sinn des Lebens

Schon in frühen Jahren habe ich von meinem Umfeld immer wieder gehört, "du bist anstrengend – mit deiner Art – mit deinen Fragen – mit deinen Gedanken." Immer wieder habe ich mich in Frage gestellt und mir überlegt, was ich falsch mache, warum ich falsch bin. Es hat mich immer wieder sehr verunsichert und ich habe an mir gezweifelt. Vor einiger Zeit habe ich diesen Satz gelesen: "Du wirst für einige Leute zu viel sein, wenn du so bist wie du bist.“ Heute weiss ich, wenn ich mich für andere verbiege und meine Entwicklungsschritte nicht gehe, mir nicht selber treu bleibe, zerstöre ich mich selbst. Wenn wir immer mehr uns selbst werden, werden wir SEIN und zur Quelle für uns und für andere Menschen. Ich finde diesen Gedanken einen schönen Ansatz um den Sinn des Lebens zu definieren: Zu werden wer wir sind und damit unsere Talente und Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Denn im Grunde geht es darum zu realisieren was ich will, damit ich mich entfalten kann.


Gedanken und Informationen zu verschiedenen Themen

Mit nachfolgenden Themen setze ich mich persönlich viel auseinander und treffe sie auch immer wieder in meiner Praxis an. Gerne möchte ich mit Ihnen meine Erfahrungen über die Themen der ANGST - WIDERSTAND - SCHMERZ - VERZEIHEN / VERGEBEN - MACHT / OHNMACHT - SCHULDGEFÜHLE - VERÄNDERUNGEN teilen:


Über die Angst
Woher kommt Angst
Gefühle von Minderwertigkeit und Wertlosigkeit sind aus einem Mangel entstanden und erzeugen Ängste. Ängste jeglicher Art kommen aus einem Mangel heraus. Angst steht für die fehlende Liebe = Mangel. Love is the answer.

Über die Angst
Sich von der Angst einnehmen zu lassen ist genauso sinnlos, wie die Angst zu ignorieren. In beiden Fällen sind wir nicht präsent.
1. Ich identifiziere mich mit der Angst, lasse mich von der Angst beherrschen.
2. Ich ignorier die Angst und stelle mich Tod.
Wenn wir in der Angst sind reagieren wir, das kreiert weiter Ängste. Wenn wir präsent bleiben, können wir konstruktiv, kreativ und bewusst handeln. Kreative Ängste bedeuten den Mut für Neues zu haben. Etwas zu riskieren und zu wagen. Wenn wir realisieren, dass wir in der Angst sind, dann müssen wir hinschauen. "Nehme dich selber wahr, spüre, was macht die Angst mit dir". Wenn wir der Antwort auf die Spur gehen, dann haben wir einen Anhaltspunkt. Realisieren ist bereits der halbe Weg. "Lasse dich nicht lähmen, verdränge sie nicht, begrüsse sie und nehme sie an". Es geht darum die Angst zu identifizieren, der Angst in die Augen zu blicken, sich jedoch nicht in der Angst zu verlieren. Das ist möglich, wenn wir so präsent wie möglich bleiben. Immer wieder. Die Angst bewusst zu spüren heisst sie zu identifizieren, zu benennen und Kontakt mit ihr aufzunehmen ohne uns darin zu verlieren. Es ist ein Unterschied die Angst zu fühlen, wahrzunehmen, hineinzuatmen und präsent zu sein, anstelle uns von der Angst einnehmen zu lassen. "Präsent bleiben und gleichzeitig Kontakt mit meiner Angst aufnehmen." "Was ist das für eine Angst, vor was möchte sie mich schützen, ist sie gerechtfertigt? Was macht mir Angst?" Wenn wir verstehen was uns Angst macht und wir die Angst managen, dann werden wir erkennen, dass genau dort unsere Fähigkeiten und Stärken zum Vorschein kommen. Deswegen ist es wichtig, die Angst zu erkennen und bewusst mit ihr umzugehen.

Die wichtigsten Arten von Angst
- Armut
- Zurückweisung / Kritik
- Krankheit
- Sicherheitsverlust
- Liebesverlust
- Alter / Tod

Die Angst als Wegbegleiter, die uns auf Wesentliches hinweist
Angst ist menschlich, Ängste sind ein wichtiger Teil des Lebens. Wir können nicht weitergehen, wenn wir nicht mit der Angst umgehen. Angst zeigt uns den Teil in uns, indem wir Entwicklungspotential habe. Sie weist uns auf einen Teil in unserem Leben hin, wo wir noch etwas erfüllen können. Jeder Held hat Angst, aber er bleibt nicht stehen, sondern er geht weiter. Wo die Angst ist, ist der Weg. Wo die Angst ist, ist der Durchbruch, indem wir durch die Angst hindurchgehen. Die Angst ist die Schwelle für Neues.
Wenn wir die Angst identifizieren, d.h. die Angst zu definieren und anerkennen das wir Angst haben, beginnen wir die Angst zu managen. Ist es die Angst vor dem Verlust? Dann ist es hilfreich die Angst (Krankheit, Sicherheitsverlust, ... ) zu erkennen. Oder ist es die Angst vor dem Weg, dem Prozess? Tiere aber auch wir Menschen haben die Fähigkeit mit der Angst und damit der Situation umzugehen. Oder ist es die Angst vor dem Resultat, dem Ergebnis? Angst ist ein Mindset. Unsere Phantasien malen sich immer wieder aus, wie schlecht es ausgehen wird. Dann heisst es: STOP IT NOW und wir sollten sofort ein anderes Szenario entwickeln. Hierzu sollten wir uns vergegenwärtigen, dass wir uns vom Aussen abhängig machen, wenn wir in der Angst sind.
Zusammengefasst: es ist wichtig die Angst als "Begleiter" mitzunehmen. Es geht darum sich seiner Ängste bewusst zu werden. Sich seine Ängste vergegenwärtigen und dann trotzdem weiterzumachen. Die Angst gibt uns einen Input und die Kraft etwas zu verändern. Mit der Handlung durch die Angst hindurchgehen und nicht die Ängste zu verdrängen oder zu erstarren. Dazu braucht es Vertrauen. Vertrauen in sich selbst.

Die Angst verdrängen oder annehmen
Es ist hilfreich zu verstehen, mit welchen Strategien wir die Angst (aber auch andere Themen wie Schmerzen, Wut ...) verdrängen. Es gibt drei Wege um die Angst zu verdrängen: ABLENKEN - AUFSCHIEBEN - AUSREDEN. Wenn wir so tun, als ob die Angst nicht da ist, dann wird sie grösser. Angst verdrängen oder in Ablenkung ertränken erzeugt noch mehr Angst. Die Angst verlagert sich ins Unterbewusstsein, die Botschaft wird dort gespeichert und lebt dann dort weiter. Wenn wir Angst haben, sind wir bedroht und das schwächt uns. Wir werden in eine Ecke gedrängt und werden klein.

Wie kann man die Angst managen

Der erste Schritt dazu ist eine klare Entscheidung, denn die Angst ist ein Mindset.
Angst oder Liebe? Diese Entscheidung kann jeder für sich selber treffen.
Der nächste Schritt ist die Angst zu managen. Dazu gehört, die Angst zu identifizieren, was ist das für eine Angst?
Und zuletzt heisst es weitergehen, über Grenzen gehen und unsere Haltung ändern.
Gerne coache ich Sie durch den Prozess und zeige Ihnen einen möglichen Weg.

Dankbarkeit

Wenn du Angst hast gehe in die Dankbarkeit.
Dankbarkeit ist eines der mächtigsten Instrumente Ängste zu integrieren.

Stille erzeugen

Wenn die Angst kommt, kommt die Leere, das Unterbewusstsein / Prägungen drängen sich auf.
Atmen, loslassen, atmen, loslassen.
Stille erzeugen, sich nicht ablenken, lassen, es aushalten, atmen.

Fragen Stellen

Was wäre, wenn ich keine Angst hätte?

3 Wege um mit der Angst umzugehen

kognetiv: Was ist das schlimmste, was passieren kann?
- Anerkenne wovor du Angst hast. Danach Fokus auf das Gegenteil lenken.
- Gehe in die Neugier, stelle dir deine Zukunft vor und male dir aus, was du alles machen kannst, was du bis jetzt nicht machen konntest.
- Nehme ein Blatt Papier und schreibe das Wort Angst, dann spiele mit den Buchstaben. Schreibe Nagst - Stang -
Ganst - usw. Zerlege die Buchstaben immer wieder anders.


emotional: Woher? Wovor möchte die Angst mich schützen?
- Wie sieht sie aus?
- Wie spüre ich die Angst?
- Wie nehme ich sie wahr?
- Welche Farbe hat die Angst?


körperlich: Ist es eine Emotion die sich körperlich zeigt, zittern der Hände, feuchte Hände?
- Lokalisiere die Angst im Körper. Zeichne ein Männchen, wo nehme ich die Angst wahr, wo nehme ich Freude wahr.
Angst wahrnehmen und Freude hinsenden. Dann atme in diesen Körperteil mehrmals bewusst rein und verabschiede mit dem Ausatmen die Angst.


 

Schmerz

Anstelle in die Verletzheit zu investieren, stelle dir vor, dass du dich in der damaligen Situation befindest und dich für die Liebe und Trost des Lichtes öffnest. Nimm wahr, wie du dich heute dafür öffnest.

Jeder Mensch erlebt in seinem Leben Schmerz. Kleine oder grössere Erschütterungen erfahren wir von Beginn unseres Lebens. Bis zum Alter von 6 Jahren findet fast alles im unterbewusstem Stadium statt. Wenn ein Herzbruch passiert, z.B. Verlust eines Elternteils und andere Verlustereignisse findet ein verdeckter Herzbruch statt. Ereignisse sind nicht ins denkende Bewusstsein gekommen. 

Beziehungen sind dafür da den Schmerz nochmals zu erleben und damit die Fähigkeit entwickeln können, die Liebe aus uns herauszuholen, die uns frühe vermeintlich genommen wurde

Erlaube dir zu trauern, den Schmerz anzuerkennen, empathisch mit dir selber sein. Nicht im Sinne Opfer zu sein oder die Zeit vorüberziehen zu lassen und die Zähne zusammenzubeissen, sondern den Schmerz empfinden, ihn anzuerkennen und traurig sein. Gehe bewusst mit deinem Schmerz und mit deinen Gefühlen um.

Körperliche und geistige Schmerzen
Wenn wir erstarrt und blockiert sind, kommen Schmerzen, wenn wir uns nach Bedürfnissen anderer Menschen richte und unsere Bedürfnisse in den Hintergrund stelle, dann kommen die Schmerzen. Der Körper blockiert um uns daran zu erinnern, dass wir uns bewegen sollen - körperlich und geistig.

Was können wir mit schmerzhaften Ereignissen machen
Ich kann innerlich sterben und an der Liebe zerbrechen oder die Quelle jenseits des Lebens entdecken, dass die Liebe in jedem ist, auch in mir, egal was im Aussen geschieht.

Wie komme ich im Schmerz ins Herz
Im Schmerz können wir darum bitten und uns sagen: "ich kann das nicht lösen, ich möchte in mein Herz zurück, ich weiss nicht wie, ich möchte, dass die Türe aufgeht." Annahme vom unfassbaren Schmerz und Vergebung mir selber gegenüber

Fühlen
Fühlen bedeutet den Mut zu haben, berührbar zu sein, Die Verletzung, den Schmerz zuzulassen. Fühlen bedeutet, ich begegne mir. Ich lasse es zu, dass du mich berührst. Ich fühle was es in mir auslöst. Lass es zu offen zu bleiben, Mein Herz zu öffnen, fühlend. das ist die Liebe, dort wo auch der Schmerz ist. Wirklich spüren, unseren Schmerz zuzulassen, zu weinen, ohne die Tränen benennen zu müssen, mit den Tränen deinen Schmerz zu befreien, bewegen, dann wird es weich in dir, sanft, still. Du spürst wie sehr dein Herz berührt ist. Lasse los, sinke weiter in die Stille, atme, verweile Lasse los. sinke weiter in die Stille, atme, verweile. Dort heilt und erholt sich alles in dir.

Wie heile ich meine Schmerzen
Den Schmerz endlich fühlen. Mit Schmerzen umzugehen ist ihn zu aktzeptiern und zu lernen anzunehmen was ist. Heilung entsteht, wenn wir mit dem Schmerz umgehen, wenn wir probieren die Ohnmacht zu fühlen, Heilung findet nicht statt, wenn wir probieren eine heile Welt zu kreieren, oder davonzulaufen - zu bleiben und lernen mit dem Schmerz umzugehen. Ohnmacht ist wie innen verbrennen. Dann heisst es in die brennende Hölle zu gehen und zu fühlen. Die Ohnmacht fühlen, die brennende Hölle fühlen und atmen. Nicht davonlaufen, zu bleiben, im Körper zu bleiben, im Atmen. Heilung kann beginnen, wenn ich mich in der Verletzung annehme. Es geht nicht darum uns zu schützen, sondern es verlangt von uns offen zu bleiben, die Kontrolle loslassen. Die Schmerzen anerkennen und durch den Prozess gehen. Indem ich meinen Schmerzen in den Arm nehme und die Erstarrung, die Wut, die Kontrolle loslasse. Indem ich formuliere was ich brauche. Klar formulieren, was ich brauche. Es geht nicht darum, dass wir uns schützen. sondern offen bleiben, Kontrolle loslassen, die Angst anerkennen und durch den Schmerz hindurchgehen. Durch den Prozess gehen.

Schmerzen verarbeiten
Schmerzen verarbeiten heisst durch die 5 Trauerschritte zu gehen. Schritt für Schritt. Sie kommen nicht geordnet vor und vermischen sich meistens. Es geht nicht über den Ratio, die Vernunft. Wenn wir probieren mit dem Verstand den Schmerz zu lösen, übergehen wir einen der Trauerschritte.

Schritte



Übungen

1.Schritt      

nicht wahr haben wollen = Schock.

Wir wollen die Tatsache nicht wahrhaben und leisten oft starken Widerstand, sich der Tatsache zu stellen. Wir müssen beginnen die Tatsache zu akzeptieren. Damit müssen wir nicht das WIE akzeptieren, aber es hat sich etwas verändert und das ist nun Tatsache.

 

2. Schritt

wütend, ärgerlich sein.

Gefühle rücken in den Vordergrund. Es geht darum sich die Wut zugestehen und zulassen. Die Wut auszuleben.
Wichtig dabei ist es, nicht in Kontakt mit der Person zu treten, sondern den Prozess für sich alleine oder mit therapeutischer Unterstützung durchzuführen.

Schreiben - verbrennen - schreiben - verbrennen: ich hass dich weil, .... ich bin wütend auf dich weil, ....,
oder : in ein Kissen schlagen.
oder sich vorstellen, ich steche dir die Augen aus, ich steche dir ein Speer durch deinen Körper, dass du verblutest usw.

3. Schritt

verhandeln wollen



4. Schritt

Depression

Ab jetzt gibt es kein Zurück mehr. Nachdem man sich längere Zeit erfolglos gewehrt hat, wird das Ereignis jetzt als unvermeidbar angesehen. Dies lässt uns resignieren. Du fühlst dich schwach, allein und hilflos.


4. Schritt

Akzeptanz


Gebe dir Zeit zu heilen.

 


Akzeptieren und Annehmen

VERGESSEN ist nicht vergeben. Vergessen ist, wenn ich es nicht verarbeitet habe. Das gleiche gilt für VERDRÄNGEN. Wenn ich verdränge setzte ich mich nicht mit dem Thema auseinander. Der erste Schritt für Vergebung ist zu AKZEPTIEREN. Die Situation zu akzeptieren wie sie ist. Es ist eine Tatsache. Heute ist es genauso wie es ist. Es geht nicht darum das WIE zu akzeptieren und gut zu heissen, aber die Tatsache. Der nächste Schritt ist ANzuNEHMEN. Annehmen hat etwas mit Schmerz zu tun. Im Herzen annehmen und den Schmerz zulassen und dann von hier aus weitergehen. Danach wird VERZEIHEN und VERGEBEN möglich.


Verzeihen und Vergeben

Vergeben heisst mit dem Herzen eine Einsicht zu bekommen, die uns befreit, die uns zurück in unsere Liebe und unsere Würde bringt und damit auf eine gewisse Weise auch den anderen. Wenn wir vergeben können wir anfangen es (die Aktion) bei dem anderen Menschen zu lassen und es nicht auf uns zu beziehen.  Wenn wir missbräuchliche Handlungen nicht mehr in unserem Leben zulassen, dann geschieht Vergebung. Wenn wir vergeben lernen wir Schritt für Schritt unsere Kostbarkeit in unserem Herzen zu erkennen und in die Liebe zu gehen.  

"Ich vetraue - ich vergebe und vertaue - weil ich vergebe lebe ich im Vertrauen"


 

Im Vergeben mache ich etwas für mich
-Vergeben ist in erster Linie eine Entscheidung, damit wir aus dem Schmerz herauskommen: Ich entscheide mich jetzt, ich entscheide mich für die Liebe zu mir selber, ich entscheide mich fürs Leben.
-Wenn wir verzeihen, können wir loslassen.
-Wenn wir einem anderen Menschen vergeben, dann tuen wir dies unseretwegen und nicht weil der andere es verdient.
-Ich vergebe mir, dass ich wieder am Leben teilnehmen kann.
-Wenn wir vergeben verzeihen wir uns, dass wir Anzeichen nicht erkannt und ernst genommen haben. Das wir uns selber vernachlässigt haben, usw.

VERGEBEN: Wenn wir vergeben, verstehen wir mit dem Herzen. Vergeben lässt uns erkennen, dass der andere nicht anders konnte, aus eigener Verletzung heraus, dass er auch ein verletzter Mensch ist. Vergebung ist, dass wir die Geschichte gefühlsmässig einladen, dass wir verstehen was wirklich passiert ist. Wir verstehen die Resonanz, wann das Ereignis in unser Leben gekommen ist. Wenn wir an den Punkt kommen, können wir erkennen, wie verwickelt wir waren und was unser Anteil darin ist. "Ich stelle fest, dann bin ich frei." Wenn wir wirklich vergeben haben, hat die alte Geschichte keine Kraft mehr. Wenn wir die Einsicht haben, können wir vergeben und zurück in unsere Liebe und unsere Würde kehren, Schritt für Schritt uns in unserer wahren Liebe und in unseren Werten erkennen. "Komme zurück  in deine wahre Kraft. VERGEBE." Durch die Vergebung sind wir frei.

Vergeben heisst nicht gut zu heissen, was der andere macht
Wenn wir vergeben, muss ich den anderen nicht entschuldigen und ich darf sagen es hat sehr weh getan, es hat mich zerstört.
Wir vergeben und sagen gleichzeitig: es hat mir weh getan, es hat mich zerstört.

Nicht vergeben können
Wenn wir nicht verzeihen, weissen wir dem anderen die Schuld zu. Wenn wir nicht verzeihen, bestrafen wir uns selber, wir verpesten unser Leben, der andere weiss nichts davon es kümmert ihn auch nicht. Wenn wir nicht verzeihen bringen wir unseren Körper und Seele aus dem Gleichgewicht und das macht auf Dauer krank.

 

Fussspuren im Sand

Eines Nachts hatte ich diesen Traum: Ich wanderte mit meinem Schutzengel einem langen Strand entlang. Auf der einen Seite rauschte das Meer, auf der anderen Seite erblickte ich unzählige Lichter. Als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass wir meinem Lebensweg entlang wanderten. Manchmal war der Weg hell beleuchtet und streckenweise lag er im Dunkeln, aber immer hatte es Fussspuren im Sand. Manchmal waren zwei Spuren und manchmal war nur eine Spur im Sand zu sehen.

Plötzlich fiel mir auf, dass immer dann, wenn das Leben besonders hart zu mir gewesen war, nur eine Fussspur im Sand zu sehen war. Dies irritierte mich und ich wandte mich deshalb an meinen Schutzengel: “  Du hast mir doch versprochen, du würdest mich immer begleiten und mir zur Seite stehen!  Nun ist aber gerade dann, wenn das Leben besonders schwierig und hart für mich war, nur eine Spur im Sand zu sehen! Warum warst du in meinen schwierigsten Lebensphasen nicht für mich da?”

Mein Schutzengel lächelte, reichte mir die Hand und antwortete: “Immer dann mein Kind, wenn nur eine Spur im Sand zu sehen ist, dann habe ich dich getragen!”

 

 

Schuldgefühle

Schuldgefühle dienen niemanden etwas, sie sind Teile des Egos. Schuldgefühle stehen zum einen in Verbindung mit unserem eigenen Perfektionismus. Wir dürfen Fehler machen, das Leben ist dazu da, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Mache dir bewusst, dass  du alles gemacht hast, was du zu diesem Zeitpunkt machen konntest. Zum anderen sind Schuldgefühle der Irrglaube, dass wir für das Glück der anderen zuständig sind. Deswegen brauchen Schuldgefühle eine Entwicklung auf der geistigen Ebene des Betroffenen.
 

Macht - Ohnmacht

Opferrolle
In der Opferrolle liefere ich mich selber aus.  Damit ist der erste Schritt, uns zu entscheiden die Opferrolle zu verlassen. Was bedeutet das konkret? Es heisst raus aus der Bedürftigkeit zu gehen, denn wenn wir in der Opferrolle verweilen, sind wir bedürftige Wesen und machen uns damit vom Aussen abhängig. Ein Beispiel hierzu: wenn wir uns sagen oder denken, "weil xy dies und jenes macht, tut er mir xy an", dann fühlen wir uns als Opfer einer Gegebenheit, die eine andere Person macht und wir machen uns abhängig.

 

Macht oder Ohnmacht, wofür entscheidest du dich?
In beidem Worten ist das Wort Macht drin. Für viele Menschen ist das Wort Mach sehr negativ belegt. Wenn wir uns ohnmächtig fühlen, ist es schwer ins Handeln zu kommen und es ist auch schwer etwas zu sagen. Wir würden zwar gerne, doch wir fühlen uns ohnmächtig und bringen nichts raus. Wir kommen in die eigene Kraft, wenn wir unsere eigene Macht annehmen und raus aus der Ohnmacht gehen. In der Macht steckt viel Kraft. Wenn wir uns erlauben, uns selbst zu ermächtigen, uns alles im Leben zu erlauben was wir uns wünschen, uns zu zeigen und unsere Gaben mit der Welt teilen, dann sind wir selbstermächtigt und in unserer Kraft.

Wem du die Schuld gibst, gibst du die Macht.
Unser Umfeld reagiert nicht immer wohlwollend auf uns, wenn wir unsere Macht zurücknehmen und annehmen. Denn sie verlieren an Einfluss und einige versuchen mit allen Mitteln den "Ausreisser" wieder in die gewohnte Bahn zu bringen. Das ist wichtig zu verstehen und ein wichtiger Prozess für uns selber, denn dies bedeutet dass wir bereit sein müssen ohne Applaus unseren Weg zu gehen. Vielleicht wird der Applaus folgen. Vielleicht auch nicht. Wenn wir unsere Macht abgeben, verlassen wir uns selbst. Wenn die Aussenwelt übermächtig ist, dann haben wir die Innenwelt verlassen. Wenn wir einen Schuldigen suchen, geben wir unsere Macht ab. Deswegen fragen wir uns: Wo kannst du heute deine Macht annehmen?

Traue dich deine Macht anzunehmen.
Wenn wir unsere Macht zurücknehmen und Verantwortung für uns übernhemen werden wir die eigenen SchöpferInnen in unserem Leben. In dem Moment, wo wir uns für die Liebe entscheiden, kommen wir in unsere Schöpferkraft, in unsere Macht.


Widerstand

Wenn wir den Widerstand in uns erkennen, verstehen und annehmen, ist ein Durchbruch für unser persönliches Wachstum möglich. Somit ist Widerstand der Durchbruch zum persönlichen Wachstum. Viele Menschen gehen in den Widerstand, wenn sie etwas verändern müssten, weil sie Gewohnheiten, Sicherheiten und bekannte Umgebungen nicht verlassen möchten. Sie haben Angst vor dem Unbekannten. Ähnlich wie bei der Angst steht hinter dem Widerstand die Furcht vor Armut, Verlassenheit / Liebesverlust, Zurückweisung / Kritik, Krankheit, Sicherheitsverlust, Alter / Tod. Wenn wir den Widerstand nicht durchbrechen, verunmöglichen wir eine Lösung. Im Grunde sollten wir Grenzen überschreiten, um den Widerstand zu durchbrechen, damit persönliches Wachstum möglich wird.

                - Widerstand ist eine Überlebensstrategie.
                - Der kindliche Widerstand ist der Trotz.


Widerstand hat etwas mit Schmerz zu tun
Wenn der Widerstand kommt sollten wir uns fragen, was für ein Schmerz dahinter liegt. Wo spüren wir den Widerstand, im Innen oder im Aussen? Wir können den Widerstand verändern / durchbrechen, wenn wir eine mutige Tat unternehmen, eine Aussprache machen oder sonst über unsere Grenzen gehen, etwas was wir sonst nicht machen würden. Wir gehen in den Widerstand, weil wir getriggert werden und das einen Schmerz auslöst oder weil wir etwas verändern müssten und Gewohnheiten nicht loslassen möchten. Wenn wir den Widerstand aufgeben, gehen die Schmerzen weg.


Wie äussert sich mein Verhalten im Widerstand
Eine Möglichkeit ist, dass wir uns rechtfertigen, um zu beweisen, dass wir recht haben - "dass ihr merkt dass ich wertvoll bin. Ich beweise euch, dass ich besser bin als alle anderen."
Eine andere Option ist, wir werden aggressiv und machen alle um uns herum mundtot - "dass mir niemand wiedersprechen kann."
Eine weitere Strategie ist wir ziehen uns zurück und Diskussionen sind nicht mehr möglich - "ich verschliesse mich, wenn ihr nicht meiner Meinung seid."
Aus den Beispielen heraus können wir erkennen, dass Widerstand sehr viel mit fehlendem Selbstwertgefühlt und Vertrauen zu tun hat.


Autobiografie in fünf Kapiteln

1. Ich gehe die Strasse entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein. Ich bin verloren…  Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder herauszukommen.
2. Ich gehe dieselbe Strasse entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich tue so, als sähe ich es nicht. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein. Aber es ist nicht meine Schuld. Immer noch dauert es lange, herauszukommen.
3. Ich gehe dieselbe Strasse entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich sehe es. Ich falle immer noch hinein….. aus Gewohnheit. Meine Augen sind offen. Ich weiss, wo ich bin. Es ist meine eigene Schuld. Ich komme sofort heraus.
4. Ich gehe dieselbe Strasse entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich gehe darum herum.
5. Ich gehe eine andere Strasse.

Sogyal Rinpoche. das tibetische Buch von Leben und Sterben


Veränderungen

Veränderungen in der menschlichen Persönlichkeit entstehen nicht über Nacht. Bevor du abends zu Bett gehst, schau in den Spiegel und betrachte dein Gesicht. Wenn du am nächsten Morgen aufwachst und überprüfst: hat sich dein Gesicht über Nacht verändert? Nein, es ist dasselbe Gesicht. Schau es dir am folgenden Abend erneut an. Jeden Morgen und jeden Abend ist es dasselbe Gesicht. Wenn du in fünf oder zehn Jahren ein heute aufgenommenes Foto von dir hervorholst und das Gesicht vergleichst: in welcher Nacht ist es passiert, dass du am Morgen mit einem veränderten Gesicht aufgewacht bist?

Eine Veränderung beginnt mit einer Entscheidung, dich von alten Mustern zu lösen. Mit der Entscheidung tauche ich in die Tiefe in mir ein und daraus resultiert Schritt für Schritt die Veränderung.

Veränderungen innerhalb der menschlichen Persönlichkeit sind sehr fein und oft nicht wahrnehmbar. Die meisten Menschen sind sehr ungeduldig, wenn sich eine gewünschte Veränderung nicht sofort einstellt. Veränderung tritt ein, wenn wir regelmässig, täglich kleine Übungen durchführen, denn Veränderung ist im Allgemeinen ein langsamer, behutsam fortschreitender, allmählicher Prozess. Er kann nicht beschleunigt werden, da es viel zu integrieren gibt.

Die beiden Geschichten der Raupe und des Schmetterlings veranschaulichen dies sehr gut:

 Eine Raupe und ein Schmetterling

Eines Tages kam ein Schüler zum Meister.„Meister“, stöhnte er, „um euren Lehren zu folgen, ist so viel Mühe nötig. Das ist mir eigentlich alles viel zu anstrengend. Ich werde das Studium beenden.” Da schaute der weise Alte mit einem traurigen Blick auf seinen Schüler. „Kennst du die Geschichte von der Raupe?”, fragte er. Der Schüler schüttelte den Kopf. „Gut, ich will sie dir erzählen. „Es war einmal eine Raupe, die hatte das Gefühl, dass die Verwandlung zum Schmetterling zu anstrengend sei. So beschloss sie, eine Raupe zu bleiben. Und während sie mühsam und langsam durchs Leben kroch, schaute sie immer mal wieder hinauf zu all den Schmetterlingen, die im Sommerwind von Blume zu Blume tanzten …”Der weise Mann blickte den Schüler an und fuhr dann fort:„Nun überleg wohl, ob der scheinbar einfachere Weg auch tatsächlich der einfachere ist.“

 Zen-Geschichte

Ein Wissenschaftler beobachtete einen Schmetterling und sah, wie sehr sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Wissenschaftler Mitleid mit dem Schmetterling, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon damit sich der Schmetterling leichter befreien konnte.
Der Schmetterling entschlüpfte sehr schnell und sehr leicht. Doch was der Mann dann sah, erschreckte ihn doch sehr.   
Der Schmetterling der da entschlüpfte, war ein Krüppel.
Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen. Da ging der Wissenschaftler zu einem Freund, einem Biologen, und fragte diesen: "Warum sind die Flügel so kurz und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?"
Der Biologe fragte ihn, was er denn gemacht hätte.
Da erzählte der Wissenschaftler dass er dem Schmetterling geholfen hatte, leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.
"Das war das Schlimmste was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung, ist der Schmetterling gezwungen, sich hindurchzuquetschen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper herausgequetscht und wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er fliegen.   
Weil du ihm geholfen hast und den Schmerz ersparen wolltest, hast du ihm zwar kurzfristig geholfen, aber langfristig zum Krüppel gemacht."

Fazit: „Einen Wachstumsprozess kann man nicht beschleunigen, man kann ihn nur abbrechen.“ Wir brauchen Geduld, Zeit aber auch den Willen unsere Entwicklungschancen ernst zu nehmen, um uns entfalten zu können - um der oder die zu sein, die wir sein können.